„Der Schmerz ist ein Hund.“ (Nietzsche)

Was für ein merkwürdiger Satz! Aber je länger man ihn auf sich wirken lässt, desto mehr beginnt er zu strahlen; – in einem bösen und unfreundlichen Licht. Der Schmerz ein Hund! Man sieht das Tier vor sich: flach an den Boden gedrückt, stumm jeden deiner Schritte aus übergroßen Augen verfolgend, zäh und freudlos dir nachschleichend und seine Rechte fordernd – bis du das leidende Tier für seine Unschuld zu hassen beginnst; ganz ebenso wie du deinen Schmerz hasst, der nichts dafür kannst, dass du ihn nicht erträgst, – dann eben, wenn du dich nicht mehr an ihm festhalten und die Intensität des verkehrten Lebens aus ihm saugen magst. Dann möchtest du deinen Hund nehmen und forttreten – so sehr, bis er sich hilflos heulend zwischen den Feldern verliert und nie mehr zu dir zurückkehrt.

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